Natur- und Gartentipp März: Mit Beginn der Brut- und Setzzeit bitten wir alle Hundebesitzer, ihre Hunde beim Spaziergang in der Natur an die Leine zu nehmen.

Unsere Pflanzempfehlungen für den Monat März finden Sie weiter unten!

WICHTIG: die Brut- und Setzzeit beginnt. Unser dringender Appell an alle Hundebesitzer: bitte nehmen Sie ihre Hunde beim Spaziergang durch die Natur an die Leine!

Jetzt ist es schon März und so langsam erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf: die ersten Frühlingsboten Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen, Veilchen, Bausterne und Winterlinge blühen bereits. Darüber freuen sich die früh fliegenden Wildbienen, wie z.B. die Gehörnten Mauerbienen: die Männchen sind vor wenigen Tagen aus den Insektenhotels geschlüpft, warten sehnsüchtig auf die Weibchen und stärken sich an den Blüten der Frühblüher. Auch einige Hummelköniginnen haben ihre Winterruhe beendet und fliegen ihre ersten Runden auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ihr meist unterirdisches Nest und das macht natürlich auch sie hungrig. Besonders gerne besuchen sie die blühenden Weidenkätzchen der Salweide (siehe Monatstipp Februar).

Traubenhyazinthe mit einem hungrigen Männchen der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta)

An der allseits beliebten Forsythie werden Sie diese hübschen Insekten vergeblich suchen, da dieser exotische Frühlingsstrauch weder Pollen noch Nektar produziert. Höchste Zeit für einen Austausch gegen die heimische Kornelkirsche („die Forsythie des weisen Mannes“). Sie steht bereits jetzt in voller Blüte und produziert natürlich (!) genügend Pollen und Nektar für die hungrigen Frühflieger. Und wenn Sie gelbe Blüten lieben, pflanzen Sie doch gleich noch eine Berberitze dazu. Sie zeigt ihre herrlich duftende gelbe Blütenpracht im April/Mai. Und wenn Sie noch mehr gelbe Blüten lieben und/oder vielleicht nur wenig Platz haben, rate ich Ihnen zum Schwarzwerdenden Geisklee, eine traumhafte gelbe Duftwolke, die dann im Mai/Juni blüht, nein, verzaubert…

Auch viele Vögel sind jetzt schon ziemlich aktiv, beginnen mit der Revierabgrenzung und mit dem Brutgeschäft und darum soll es heute v.a. gehen: wir möchten Ihr Augenmerk auf das Brutverhalten unserer Vögel lenken. Längst nicht alle Vögel brüten in luftiger Höhe auf Bäumen, in Baumhöhlen oder in dichten Sträuchern. Viele heimische Vogelarten bauen ihr Nest am Boden. Im Dudenhofener Wald sind das z.B. Waldschnepfe, Ziegenmelker, Heidelerche und Waldlaubsänger. In der offenen Feldflur, auf Äckern und Grünland, gehören Feldlerche, Kiebitz und das Rebhuhn zu dieser Vogelgruppe. (Die Vögel der Feldflur, allen voran das Rebhuhn, Vogel des Jahres 2026, sind in ihren Beständen besonders stark gefährdet).

Diese Bodenbrüter sind durch ihre bodengebundene Lebensweise von verschiedenen Raubtieren (Prädatoren) allen voran dem Fuchs, aber auch Dachs, Marder u.a. bedroht. Deshalb verstecken und tarnen sie ihre Bodennester gut und verhalten sich so, dass sie möglichst wenig auffallen.

Problematisch für die Bodenbrüter und andere bodenlebende Wildtiere wird aber auch ein weiteres, domestiziertes Raubtier, das vom Top-Prädator Wolf abstammt (und als solcher von den Wildtieren wahrgenommen wird!). Dieser „gezähmte Wolf“ wird durch seine stetig wachsende Zahl und vielfach durch Unwissenheit begründetes, falsches Verhalten seiner Besitzer zu einer immer größeren Gefährdung für alle bodenbrütenden und bodenlebenden Wildtiere: der frei laufende, nicht angeleinte Hund.

Wir möchten an die vielen Hundebesitzer appellieren, sich so zu verhalten, wie es in dem Papier zusammengefasst ist, dass die drei Natur- und Vogelschutzvereine von Harthausen, Hanhofen und Dudenhofen sowie die Jägerschaft vor einigen Jahren verfasst haben und das dem Monatsbrief angehängt ist. LINK zum angehängten pdf, s.u.

Bitte leinen Sie Ihre Hunde während der Brut- und Setzzeit an und bleiben Sie mit Ihnen auf den Wegen.

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Wildtiere, die auch dann da sind, wenn Sie sie nicht sehen können. Ihr freilaufender Hund könnte sie aufscheuchen und Fluchtreaktionen verursachen, oder, noch schlimmer, sie hetzen, verletzen oder töten. Bitte handeln Sie verantwortlich nicht nur gegenüber Ihrem Hund, sondern auch gegenüber den Wildtieren, die in Feld und Wald zu Hause sind.

Die Tiere werden es uns damit danken, dass wir sie weiterhin fasziniert beobachten können. Wir danken Ihnen, auch im Namen unserer Mitgeschöpfe, für Ihr rücksichtsvolles Verhalten.

Mit naturverbundenen Grüßen,
Ihre Christiane Brell, Natur- und Vogelschutzverein Dudenhofen


Pflanzempfehlungen März 2026

Kornelkirsche (Cornus mas)

Die Kornelkirsche („Forsythie des weisen Mannes“) ist die Alternative für die Forsythie: bereits im Februar gelb blühender Großstrauch bis Kleinbaum, der der Klimakrise trotzt. Ihr Nektar labt etliche Insekten (Wildbienen und Schwebfliegen) und ihre ab August erscheinenden Beerenfrüchte ernähren mindestens 17 Vogelarten und ebenso viele Säugetierarten. Die roten Kornelbeerchen schmecken säuerlich und lassen sich zu einer hervorragenden Konfitüre verarbeiten.

Steckbrief Kornelkirsche (Cornus mas)
– Nahrungspflanze für mehr als 50 pflanzenfressende Insekten, Milben, Fadenwürmer und Pilze
– Standortansprüche: Sonne – Halbschatten, trockener Standort
– Platzbedarf: Höhe: 6m / Breite: 4-6m
– Pflege: Rückschnitt im Herbst, gut schnittverträglich


Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris)

Einer meiner Lieblingssträucher mit vielen tollen Eigenschaften: von April bis Mai erzeugt die Berberitze wunderschöne Blütentrauben mit kleinen, zunächst kugeligen, im geöffneten Zustand doppelt becherförmigen, gelben Blüten. Sie duften so gut, dass man sich den ganzen Tag davorstellen möchte und dabei von den vielen angelockten Insekten bestens unterhalten wird. Im Herbst ist sie übersät mit kleinen länglichen, leuchtend roten Beeren, die von mindestens 19 verschiedenen Vogelarten, v.a. Drosseln, gerne gefressen werden. Die Berberitze bildet außerdem viele Dornen und ist deshalb ein katzensicheres Vogelnistgehölz. Zu guter Letzt ist sie auch noch klimafest.

Steckbrief Berberitze (Berberis vulgaris)
– Nahrungspflanze für ca. 45 pflanzenfressende Insekten, Milben, Fadenwürmer und Pilze
– Standortansprüche: Sonne – Halbschatten, mittlerer – trockener Standort (klimafest)
– Platzbedarf: Höhe: 1-3m / Breite: 2-3m
– Pflege: Rückschnitt im Herbst, gut schnittverträglich


Schwarzwerdender Geisklee (Cytisus nigricans)

Schwarzwerdender Geisklee in voller Blüte
(Schade, dass man Fotos nicht riechen kann.)

Dieser Geisklee ist ein gelb leuchtender, duftender Traum für Mensch und Tier. Seine kleinen gelben Schmetterlingsblüten erscheinen von Juni bis Anfang August in dichten Blütentrauben und verströmen einen wunderbaren Duft, der viele Insekten anlockt. Der Strauch ist umwölkt von Scharen meist kleinerer Wildbienen und Schwebfliegen: 41 verschiedene Wildbienenarten wurden bisher an ihm gezählt. Vorteil für den Naturfreund: da der Geisklee nicht so hoch wird, kann man sich hier auch davorsetzen, den Blütenduft genießen und die zahllosen Blütenbesucher beobachten.

Steckbrief Schwarzwerdender Geisklee (Cytisus nigricans)
– Nahrungspflanze: keine Angaben bei Bladmineerders
– Standortansprüche: Halbschatten, trockener Standort
– Platzbedarf: Höhe: 0,5-1,3m / Breite: 0,6-1,3m
– Pflege: Rückschnitt nur vorsichtig im Herbst, nicht gut schnittverträglich

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