{"id":475,"date":"2025-03-24T21:27:50","date_gmt":"2025-03-24T20:27:50","guid":{"rendered":"http:\/\/test-domain.nvv-dudenhofen.de\/?page_id=475"},"modified":"2025-09-27T17:38:04","modified_gmt":"2025-09-27T15:38:04","slug":"unser-wappentier","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nvv-dudenhofen.de\/?page_id=475","title":{"rendered":"01.F Unser Wappentier"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><br>Unser Wappentier &#8211; Der Wiedehopf<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1277\" height=\"719\" src=\"http:\/\/test-domain.nvv-dudenhofen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ai-generated-8939562_1280-edited.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1186\" srcset=\"https:\/\/nvv-dudenhofen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ai-generated-8939562_1280-edited.png 1277w, https:\/\/nvv-dudenhofen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ai-generated-8939562_1280-edited-300x169.png 300w, https:\/\/nvv-dudenhofen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ai-generated-8939562_1280-edited-1024x577.png 1024w, https:\/\/nvv-dudenhofen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ai-generated-8939562_1280-edited-768x432.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1277px) 100vw, 1277px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland ist die Population des Wiedehopfes aufgrund schwindenden Lebensraums gef\u00e4hrdet. In der Vorderpfalz lagen zur Zeit der Vereinsgr\u00fcndung die gr\u00f6\u00dften Bruthabitate dieses seltenen Vogels in Dudenhofen und in Weisenheim am Sand. Aus diesem Grund ist der Wiedehopf unser Wappentier. Wenn Gefahr droht, scheiden Weibchen und Jungv\u00f6gel ein \u00fcbelriechendes Sekret aus ihrer B\u00fcrzeldr\u00fcse aus, um Feinde vom Nest zu vertreiben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Allgemeines zum Wiedehopf (Upapa epops)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong>Klasse<\/strong>: V\u00f6gel (Aves)<br><strong>Ordnung<\/strong>: Hopfartige (Upupiformes)<br><strong>Familie<\/strong>: Wiedehopfe (Upupidae)<br><strong>Gattung<\/strong>: Wiedehopfe UpupaArtUpapa epops<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wiedehopf (Upupa epops) ist die einzige Art der Familie der Wiedehopfe (Upupidae). Seine besonderen Kennzeichen sind der lange, d\u00fcnne, gebogene Schnabel sowie die aufrichtbare Federhaube. Das K\u00f6rpergefieder des kurzbeinigen Vogels ist hellorange-br\u00e4unlich, Schwingen und Schwanz sind kontrastreich schwarz-wei\u00df geb\u00e4ndert. Sein Balzruf besteht aus meist dreisilbigen \u201eupu-pup\u201c-Lauten. Bei Erregung kr\u00e4chzt der Wiedehopf gedehnt und rau, \u00e4hnlich wie der Eichelh\u00e4her. Das Beutespektrum des Wiedehopfes umfasst vor allem Grillen, K\u00e4fer und Engerlinge sowie gr\u00f6\u00dfere Schmetterlingsraupen. Er erbeutet aber auchSpinnen, Asseln, Hundert- und Tausendf\u00fc\u00dfler, Regenw\u00fcrmer und Schnecken. Gelegentlich z\u00e4hlen kleine Wirbeltiere wie Eidechsen zu seiner Nahrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wiedehopf bevorzugt als Bruthabitat offene Landschaften warmtrockener Klimate mit kurzer, sch\u00fctterer Pflanzendecke zur Bodenjagd. Geeignete Bruth\u00f6hlen wie in \u00e4lteren, ausgefaulten B\u00e4umen d\u00fcrfen ebenfalls nicht fehlen. Der Vogel sucht sich als Neststand Ganz- oder Halbh\u00f6hlen aller Art, z.B. in Astl\u00f6chern, Felsh\u00f6hlen, unter D\u00e4chern oder in Erdl\u00f6chern. Meist Anfang Mai legt er dort in der Regel 5 bis 8 ovale, hell-blaugraue bis gr\u00fcnlich-graue Eier. Nach etwa 18-t\u00e4giger Bebr\u00fctung durch das Weibchen schl\u00fcpfen die Jungen, die anschlie\u00dfend noch 13 bis 14 Tage lang gehudert werden und nach 23 bis 25 Tagen das Nest verlassen. Anschlie\u00dfend werden die Jungv\u00f6gel noch einige Tage mit Futter versorgt. Zweitbruten k\u00f6nnen bis Anfang Juli erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lebensraum des Wiedehopfes<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Areal des Wiedehopfes reicht von S\u00fcdwest-Europa und Nordwest-Afrika nach Osten \u00fcber Vorderasien, Arabien, Sri Lanka bis Sumatra, im Norden bis in das Baltikum und ostw\u00e4rts bis zum Baikalsee. Abgesehen von vereinzelten \u00dcberwinterern beziehen die Zugv\u00f6gel s\u00fcdlich der Sahara bzw. Indiens ihre Winterquartiere. Die nur im Nordwesten und Norden fehlende Nominatform weist in Europa einen Gesamtbestand von mindestens 890.000 Brutpaaren auf, mit deutlichem Schwerpunkt in den mediterranen L\u00e4ndern (v.a. Spanien, T\u00fcrkei) und in Russland. Der Wiedehopf kommt in fast allen L\u00e4ndern Mitteleuropas vor, der Bestand ist hier jedoch auf wenige Tausend V\u00f6gel zur\u00fcckgegangen. In Deutschland br\u00fcten 310 bis 460 Paare. Gezielte Schutzma\u00dfnahmen haben regional (z.B. am S\u00fcdlichen Oberrhein) zu einer erfreulich positiven Entwicklung gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben klimatischen Faktoren wie feuchtk\u00fchler Witterung macht dem Wiedehopf vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Folgen zu schaffen. Hoher Pestizideinsatz und der Verlust von extensiv genutzten Wiesen und Weiden, die in Ackerland umgewandelt werden, z\u00e4hlen zu den wesentlichen Gef\u00e4hrdungsfaktoren. Geeignete Bruth\u00f6hlen gehen durch das Entfernen von nicht mehr ertragsreichen Obstb\u00e4umen oder von Feldgeh\u00f6lzen regelm\u00e4\u00dfig verloren, au\u00dferdem durch Sanierungsma\u00dfnahmen \u00e4lterer Geb\u00e4ude (Scheunen, St\u00e4lle) und Gem\u00e4uer.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"xr_uid3\">Forderungen zum Schutz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Schutz des Wiedehopfes sind verbliebene Streuostbest\u00e4nde sowie Feldgeh\u00f6lze mit Bruth\u00f6hlen langfristig zu erhalten. Nisthilfen werden an geeigneten Orten gerne angenommen und haben lokale Vorkommen bereits sehr positiv beeinflussen k\u00f6nnen.Im Zuge einer Extensivierung der Landwirtschaft sind reich strukturierte Wiesengebiete und Brachfl\u00e4chen zu f\u00f6rdern und zu erhalten. Der Einsatz von D\u00fcngemitteln und Pestiziden sollte in Brutgebieten des Wiedehopfes deutlich eingeschr\u00e4nkt werden, um ein ausreichendes Nahrungsangebot sicherzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Wappentier &#8211; Der Wiedehopf In Deutschland ist die Population des Wiedehopfes aufgrund schwindenden Lebensraums gef\u00e4hrdet. In der Vorderpfalz lagen zur Zeit der Vereinsgr\u00fcndung die gr\u00f6\u00dften Bruthabitate dieses seltenen Vogels in Dudenhofen und in Weisenheim am Sand. Aus diesem Grund ist der Wiedehopf unser Wappentier. 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